Akuter Schnupfen – erstes Anzeichen einer Erkältung 

Etwa 10.000 Liter Luft strömen täglich durch unsere Nase. Die Nasenschleimhäute reinigen, erwärmen und befeuchten die eingeatmete Luft und sind dabei vielen Reizen und Krankheitserregern ausgesetzt. Feine Flimmerhärchen auf den Schleimhäuten befördern Schmutz und Fremdkörper zum Nasenausgang, durch den Niesreflex werden sie dann aus der Nase entfernt. 

Bei einem akuten Schnupfen (Rhinitis) - meist das erste Anzeichen einer Erkältung - entzündet sich die Schleimhaut in unseren Nasenhöhlen. Die Nasenschleimhaut schwillt an und sondert ein zunächst wässriges, später zähes Sekret ab.

Ein akuter Schnupfen wird, wie die Erkältung, durch Viren ausgelöst, z.B. durch Rhinoviren oder Coronaviren. Sie gelangen durch eine sogenannte Schmierinfektion (Hautkontakt von Mensch zu Mensch) oder eine Tröpfcheninfektion, z.B. Niesen, in unseren Körper. Beim Niesen bewegen sich die Viren mit bis zu 160 km/h durch die Luft. Daher gilt: Möglichst viel Abstand halten, um eine Ansteckung zu vermeiden. 

Symptome – der typische Schnupfen-Verlauf

Ein akuter Schnupfen dauert in der Regel fünf bis zehn Tage, der Verlauf lässt sich in mehrere Phasen einteilen:

  1. Im sogenannten trockenen Vorstadium niesen die Betroffenen häufiger und beginnen zu frösteln. 
  2. In den darauffolgenden Tagen setzt der Fließschnupfen ein: Ein wässriges Sekret fließt aus der Nase, um die Erreger auszuspülen. Durch das ständige Putzen wird die Nase wund.
  3. Im weiteren Verlauf wird das Sekret zähflüssiger (Stockschnupfen) und die Nase ist aufgrund der geschwollenen Schleimhäute verstopft.

Ein typischer Erkältungsschnupfen tritt in der Regel nicht alleine auf, sondern wird von verschiedenen anderen Beschwerden begleitet. Dazu gehören:

  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • leichtes Fieber

Folgeerkrankungen des Schnupfens

Wie kommt es zu einer Sinusitis oder Rhinosinusitis?

Die Nase ist eng mit den sogenannten Nasennebenhöhlen verbunden, daher können auch diese von dem Infekt betroffen sein. Die darin befindlichen Schleimhäute entzünden sich dann ebenfalls, füllen sich mit Sekret und können verstopfen. Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis oder Rhinosinusitis) ist die Folge. Wissenschaftler vermuten, dass die Schleimhaut der Nebenhöhlen bei einem Infekt der Nasenschleimhaut fast immer mitreagiert. Ob daraus dann tatsächlich eine Sinusitis entsteht, hängt davon ab, wie fit unser Immunsystem ist und welche Krankheitserreger an dem Infekt beteiligt sind.

Typische Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung sind 

  • Druckkopfschmerzen und Schmerzen im Gesicht, die beim Bücken zunehmen
  • Die Nebenhöhlen reagieren empfindlich auf Druck oder Klopfen mit den Fingern. 
  • Es bildet sich vermehrt Nasensekret, das auch eitrig sein kann. 
  • Auch Fieber und ein verminderter Geruchs- und Geschmackssinn können auftreten. 

Nase ständig verstopft? - Chronischer Schnupfen

Bei einem chronischen Schnupfen sind die Nasenschleimhäute dauerhaft gereizt oder entzündet.

Ursachen hierfür sind z.B. Allergien, eine verkrümmte Nasenscheidewand oder der ständige Gebrauch von abschwellenden Nasentropfen oder -sprays. Die Nasenatmung ist dauerhaft erschwert und es kann Schleim in den Rachen abfließen. Ein ständiges Räuspern oder Husten ist die Folge. Aufgrund der verstopften Nase schlafen die Betroffenen oft schlecht, sind daher müde und können sich nur schlecht konzentrieren. Durch die erzwungene Mundatmung trocknen die Schleimhäute aus und die Nase kann ihre Filterfunktion nicht mehr erfüllen.

Daher sollte ein chronischer Schnupfen auf jeden Fall behandelt werden. Für eine erfolgreiche Therapie muss jedoch zunächst die Ursache des chronischen Schnupfens ermittelt werden.

Wie sich ein Schnupfen behandeln lässt

Nase hochziehen oder putzen?

Sie sollten Ihre Nase vorsichtig – mit wenig Druck – putzen, am besten jedes Nasenloch einzeln. So wird vermieden, dass die verstopfte Seite schlechter gereinigt wird.

Beim Hochziehen der Nase kann Sekret in den Rachen und damit auch in die tieferliegenden Atemwege gelangen.

Nasenspülung

Eine schonende Reinigungsmöglichkeit ist auch die Nasenspülung mit Salzwasser (Nasenduschen gibt es in der Apotheke). Sie spült Krankheitserreger und Schleim aus der Nase, ist aber nur sinnvoll, wenn die Nase nicht vollständig verstopft ist. 

Nasensprays / Nasentropfen

Nasensprays oder-tropfen lassen die Schleimhäute abschwellen. Die verstopfte Nase wird frei und Sie können wieder leichter durchatmen. Darin enthaltene Pflegestoffe befeuchten die Nase, pflegen die Schleimhäute und unterstützen so die Heilung. Aber Vorsicht: Um eine Abhängigkeit zu vermeiden, sollten Nasensprays oder -tropfen nicht länger als 7 Tage verwendet werden. 

Pflanzliche Alternativen

Pflanzliche Substanzen wie die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich in kombinierter Form (als Arzneimittel in Tablettenform aus der Apotheke) können nicht nur die Beschwerden lindern, sondern auch die Krankheitserreger bekämpfen. Die Pflanzenstoffe aus der Natur wirken 3fach: gegen Viren*, gegen Bakterien und entzündungshemmend und unterstützen so den Körper wirkungsvoll bei der Bekämpfung des lästigen Schnupfens.

Tipps und Hausmittel bei Schnupfen 

  • Inhalieren löst den Schleim in den Atemwegen und befeuchtet die Schleimhäute. Zusätze mit ätherischen Ölen wie Kamille können darüber hinaus die Nasenatmung verbessern. 
  • Das Einreiben von Brust und Rücken mit ätherischen Ölen trägt ebenfalls zur Schleimlösung bei. 
  • Trinken Sie ausreichend, zum Beispiel zuckerfreie Tees, heiße Zitrone oder Wasser. So wird das Nasensekret flüssiger und kann leichter abfließen. 
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich ebenfalls positiv aus. Hängen Sie daher feuchte Tücher auf oder stellen Sie Wasserschalen auf die Heizkörper. 
  • Erhöhen Sie das Kopfteil Ihres Bettes. Das erleichtert bei verstopfter Nase die Atmung und lässt Sie so besser schlafen. 
  • Verzichten Sie möglichst auf das Rauchen, denn der Rauch reizt die Schleimhäute.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung. Der Körper benötigt Kraft für seinen Kampf gegen die Krankheitserreger.

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Was ist eine Erkältung?

Die typischen Symptome eines Schnupfens wie häufiges Niesen und eine laufende Nase gehören neben Halsschmerzen meist zu den ersten Beschwerden einer Erkältung.

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